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Mittwoch5August2020
Der Direktor
Donnerstag, 05. April 2007 Geschrieben von fra Ivica Peri─ç

Pater Ivica PericEs sind also schon dreiandhalb Jahre vergangen, seit ich f├╝r die Schule ÔÇťPater VjekoÔÇť verantwortlich bin und es ist mal an der Zeit, dass man auch wieder was von mir zu Ohren bekommt. In diesem Zeitraum ist Vieles geleistet worden: das Anbauen von weiteren Unterrichtsr├Ąumen, der Kauf neuer elektrischer Maschinen und Werkzeuge, der betr├Ąchliche Zuwachs an der Zahl der Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler, sowie der Umgestaltung des Unterrichtsprogrammes usw.

Wir m├╝ssen zun├Ąchst einmal dem lieben Gott danken, dass er es uns ├╝berhaupt m├Âglich war, dass wir es so weit geschafft haben. Denn ohne seinen Segen und die guten Menschen, die er gesandt hat, um uns zu helfen, h├Ątten wir niemals unser Bestreben in die Tat zum Wohle dieses armen Volkes umsetzen k├Ânnen. Vom Finanziellen her haben uns am meisten die Franziskaner Mission aus Dortmund und die franziskanische Provinz des silbernen Bosniens unterst├╝tzt. Bei der Gestaltung des Programms half uns am meisten Frau Valerie Kae Ken ( Modedesignerin aus Kanada ) und dem Projekt des Heiligen Franz aus Mbarara, Uganda mit Frau Mary Moran als ÔÇťKopfÔÇť des Projektes.

Ich komme in Kivumu, Ruanda im September 2003 an. Bis zu meiner Ankunft haben die Pfarrer, die vor mir dort t├Ątig waren seit dem Tod von Pater Vjeko den gr├Â├čten Teil der Schule erbaut. Sie haben sechs Unterrichtss├Ąle, vier kleinere R├Ąume, die wir als Abstellkammer f├╝r verschiedene Dinge benutzen, und drei gr├Â├čere R├Ąume, die wir f├╝r alles M├Âgliche gebrauchen, wie z.B. im Moment als Tischlerr├Ąume. Seit meiner Ankunft haben wir eine Art gro├če Nebenr├Ąumlichkeit f├╝r die Maurer und Tischler, damit sie diese als Werkst├Ątte nutzen k├Ânnen. Noch dazu haben wir eine gro├če R├Ąumlichkeit f├╝r die Sch├╝ler im zweiten Ausbildungsjahr der Schneiderabteilung gebaut.

Pater Ivica Peric

Als ich im September 2003 ankam, gab es im ersten Jahrgang in der Schule 48 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler. Damals galt das System, dass wenn die einen Kinder in die Schule aufgenommen worden waren, wurde kein weiterer Jahrgang gegr├╝ndet bzw. keine Kinder mehr aufgenommen, bis die ersten ihren Abschluss gemacht haben. Ein Kurs dauert zwei Jahre. Als ich ankam hat gerade eine neue Gruppe einen Kurs angefangen, ein paar Tage vor meiner Ankunft, und ich habe am System bis zum Jahre 2005 nichts ├Ąndern lassen, als ich das erste Mal meine erste Gruppe ins erste Ausbildungsjahr aufgenommen habe. Zur selben Zeit bahnte sich eine Ver├Ąnderung im Schulkalender Ruandas an. Bis zum Jahre 2004 begann das neue Schuljahr immer im September und endete im Juli des n├Ąchsten Jahres, sowie es auch in ganz Europa ├╝blich ist, aber 2004 wurde der Plan so umgeformt, dass das neue Schuljahr im Januar anfing und erst Anfang Dezember endete. Dieses System ist seit dem Januar 2005 aktuell. Was bedeutet, dass diejenigen, die ein neues Schuljahr im Semptember des Jahres 2003 begonnen haben, es erst im Dezember 2004 beendeten, danach begann f├╝r sie bereits das neue Schuljahr im Januar 2005. Im Januar nehmen wir stets eine neue Gruppe von Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern auf, sodass wir seitdem stets eine Gruppe im ersten und eine Gruppe im zweiten Ausbildungsjahr haben.

Die Zahl der Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler nimmt immer mehr zu; 2003-2004 gab es 48 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler, 2006 bereits 102, 2007 dann 135 und bis jetzt haben wir in diesem jahr 178 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler in unserem Zentrum. 2003-2004 gab es im Zentrum nur sechs Lehrer, f├╝nf Lehrerassistenten, einen Wachmann und Pater Joseph als Verantwortlichen und Direktor des Zentrums. Heute sieht die Situation wie folgt aus: 13 Lehrer, zwei Wachm├Ąnner, zwei K├Âchinnen, eine Sekret├Ąrin und ich als Verantwortlicher und Direktor des Zentrums.

W├Ąhrend die Anzahl der Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler wuchs, wurde das Bed├╝rfnis nach mehr Unterrichtsr├Ąumen und Werkzeug parallel dazu gr├Â├čer. Wir geben uns auch M├╝he ein paar elektrische Maschinen zu bewerkstelligen, damit die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler auch die Vorstellung von neuartigen Maschinen haben, d.h. damit sie verstehen, dass es auch andere Maschinen gibt als nur die manuellen. Schlie├člich bekommen wir im Jahre 2005 die n├Âtige finanzielle Unterst├╝tzung von der Franziskaner Mission aus Dortmund, Deutschland und kaufen uns dann den gr├Â├čten Teil der elektrischen Maschinen sowohl f├╝r die Maurer- als auch die Schneiderabteilung.

Von Anfang an sind die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler im praktischen Arbeiten au├čerhalb des Zentrums involviert. So bauten wir auch in dieser Zeit ganz alleine weitere R├Ąume f├╝r ÔÇ×unsereÔÇť Schule. Wir arbeiteten auch viel am Renovieren der Kirche und zahlreichen R├Ąumlichkeiten in der Gemeinde. Wir bauten insgesamt sehcs Unterrichtss├Ąle f├╝r die Grundschule, die nicht allzu weit entfernt vom Zentrum ist. Dazu noch bauten wir noch ein Kloster f├╝r die Nonnen , das direkt neben der Schule steht bzw. ein Teil davon ist, sowie drei gro├če Zisternen f├╝r Regenwasser. Wir bekamen sehr viele Bestellungen f├╝r M├Âbel; einige davon private und f├╝r Schulen. Ebenso n├Ąhen wir sehr viel, je nach Bestellung; Schuluniformen f├╝r die Kinder, Klamotten, verschiedenste Handtaschen und vieles mehr.

Durch das Umgestalten des Programmes haben sich auch weitere T├╝ren f├╝r unsere Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler nach ihrem abschluss ge├Âffnet. Die meisten von ihnen finden direkt einen neuen Arbeitsplatz, sodass sie in der Lage sind sich selbst und ihrer Familie zu unterst├╝tzen.

Schule

Seit 2004 bekommen wir auch Unterst├╝tzung von Freiwilligen ( Zivilbev├Âlerung, die Missionen helfen wollen ). Zuerst kam Frau Valerie zu uns, eine Kanadierin, wie ├╝blich kommt sie jeder Jahr mal vorbei. Abh├Ąngig von der Zeit, die sie f├╝r uns aufbringen kann, manchmal sind es Monate, manchmal aber Wochen. Wir hatten auch mal einen Besuch von einem Paar aus Frankreich f├╝r drei Monate lang. Er war Bau- und Elektotechnikingenieur und sie war Lehrerin und Krankenpflegerin. Sie unterst├╝tzten uns in der Schule. Sie installierten uns den Strom f├╝r verschiedene Anlagen, unterrichteteten die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler in der Grundschule und arbeiteten im Gesundheitszentrum. Sp├Ąter kam noch ein junger Mann aus ├ľsterreich f├╝r drei Monate, Lehrer von Beruf, der in Grundschulen t├Ątig war. Und schlie├člich auch unsere Mateja, aus Zagreb, Krankenpflegerin. Sie war f├╝r zwei Monate hier und arbeitete im Gesundheitszentrum. Allein die Tatsache, dass Laien zu Missionen kommen, ist ein gutes Zeichen. Das bedeutet, dass die T├╝ren f├╝r Laien ge├Âffnet werden und sie in Missionen helfen k├Ânnen, damit wir gleichzeitig ├╝ber mehr Zeit f├╝r unsere pfarr├Ąmtliche Arbeiten verf├╝gen.

Das alles ist ein sehr reizvoller und herausfordernder Job, aber nunmal nicht ohne jegliche Probleme. Man schl├Ągt sich gegenseitig! Sie machen die Wrkzeuge kaputt und lassen auch mal welche davon mitgehen. So kommt es manchmal vor, dass wir als Polizisten arbeiten m├╝ssen. Die Eltern und Kinder besitzen kein Geld, um das Schulgeld zu bezahlen, das ingesamt 2000 ruandische Franken f├╝r drei Monate kostet. Das macht dann insgesamt 6000 ruandische Franken im Jahr. Das sind umgerechnet ziemlich genau acht Euro und 40 Cent. In der Schule werden sie t├Ąglich mit Essen, Werkzeug, usw. versorgt. Es gibt sehr viele humanit├Ąre Organisationen, die Kinder in unsere Schule schicken m├Âchten, es handelt sich dabei ├╝blicherweise arme Kinder, zu denen sie ├╝ber ihre Quellen in Kontakt treten. Wenn sie zu uns kommen, dann m├Âchten sie auch 2000 Franken genau wie alle anderen bezahlen. Wenn wir ihnen dann versuchen zu verdeutlichen, dass uns ein einziges Kind rund 67 000 Franken kostet, dann m├╝ssen wir ihnen leider gestehen, dass wenn sie diese n├Âtige Summe nicht aufbringen, wir das Kind nicht in ihren Namen zu uns aufnehmen k├Ânnen. Es passiert schlie├člich so, dass wir dann die Kinder auf unsere Verantwortung hin aufnehmen, falls sie in unserer Schule bleiben m├Âchten.

Die Schule ist sehr sch├Ân mitanzuschauen. Wie man mit der Arbeit an ihr begonnen hat und was man alles bereits geleistet hat. Wenn man die Schule betritt, dann ist es ein wahres Vergn├╝gen alle besch├Ąftigt und bem├╝ht zu sehen, wie sie arbeiten. Es hat sich allgemein das Empfinden entwickelt, dass die Schule ihnen geh├Ârt und dass ist sehr wichtig. Sie sind sich sehr wohl bewusst, dass, wenn sie eines Tages ihren Abschluss hier an unserer Schule machen, sie sehr leicht einen Arbeitsplatz finden werden, weil sie sowohl mit den H├Ąnden arbeiten k├Ânnen und die gesamte Theorie verstehen. Es steht uns eine leuchtende zukunft bevor und gleichzeitig beansprucht das Aufrechterhalten dieses Standarts auch viel Arbeit. Bis sp├Ąter dann...

 
Pater Vjeko Zentrum

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