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Dienstag11August2020
Mehr Geld im Sparschwein Dank Biogas
Montag, 10. Oktober 2011 Geschrieben von fra Ivica Peri─ç

Bau der Anlagen f├╝r die Herstellung von BiogasMeine lieben Leserinnen und Leser, mir f├Ąllt es einigerma├čen schwer etwas ├╝ber dieses Projekt zu schreiben und zu erkl├Ąren, worum es sich dabei handelt. Ich habe das Gef├╝hl, dass alles, was ich Ihnen berichtet werde, sich eher wie eine riesen Lachnummer oder eine Filmkom├Âdie anh├Âren wird. Deshalb gehe ich fest davon aus, dass jeder, der diesen Text liest, lachen bzw. zumindest schmunzeln muss.

Um ehrlich zu sein ist es auch f├╝r mich pers├Ânlich sehr komisch, denn ich wei├č auch weiterhin nicht, wie ich Ihnen erkl├Ąren soll, worum es sich handelt. Ohne aber jemanden verwirren zu wollen - dieses Projekt ist dennoch sehr ernst zu nehmen und wird uns eine Menge Geld einsparen.

In meinem Bosnien-Herzegowina sagen die Menschen dort manchmal umgangssprachlich, wenn jemand etwas Gutes aus nichts erzeugt hat, man h├Ątte "aus Schei├če einen Kuchen gebacken". Und gerade das versuchen wir auch momentan hinzubekommen. Aber wortw├Ârtlich.

Wir brachten ein Projekt ins Rollen, indem wir kleine Anlagen f├╝r die Produktion von Biogas bauten. Wie Sie bereits wissen, handelt es sich dabei um einen gasf├Ârmigen Brennstoff, den man durch die Zersetzung oder Fermetation von organischen Material bekommt, einschlie├člich D├╝nger, Kl├Ąrschlamm, gemeindlichem Abfall oder irgendwelchem anderen biozersetzbaren M├╝ll.

F├╝r die Gewinnung von Biogas werden wir den Stalld├╝nger unserer K├╝he verwenden. Ebenso den "M├╝ll" aus den 12 Toiletten, die wir rund um unserer Schule bauen. All dies wird mit einer gro├čen Zisterne verbunden sein, die in der Erde vergraben sein wird, mit einer Gr├Â├če von 30 Kubik. Der Abfall wird sich dort sammeln und in Gas verwandeln. Das fertige Gas wird sich daraufhin weiter in unsere Schulk├╝che verbreiten, wo wir ihn als Brennstoff f├╝r unser t├Ągliches Kochen benutzen werden, das f├╝r mehr als 300 Mahlzeiten f├╝r unsere Sch├╝ler und Schulangestellte angedacht ist.

Dieses Projekt wird uns im Endeffekt sehr viel Geld einsparen. In unserer K├╝che stehen n├Ąmlich drei gro├če Kessel. In ihnen werden jeden Tag ca. 350 Mahlzeiten gekocht. Momentan kochen wir immer noch mit Holz. Allein das Holz zum Kochen kostet uns j├Ąhrlich ca. 1000 ÔéČ. Wenn wir schlie├člich auf Biogas umschalten, werden sich unsere Ausgaben f├╝r das Holz um zwei Drittel verringern, was f├╝r uns ein sehr gro├čes Einsparnis ist.

Obwohl uns die ruandische Regierung verspochen hatte, uns finanziell unter die Arme zu greifen, haben wir uns wegen des unm├Âglichen B├╝rokratie-Dschungels entschlossen, selbst mit dem Bau anzufangen. Aber, wie das immer so ist, sind wir nicht allein. Die finanziellen Mittel f├╝r den Bau der Zisterne und allem sonstigen technischen Firlefanz, das f├╝r die Herstellung vom Biogas notwendig ist, werden unsere lieben Freunde der Franziskaner Mission aus Dortmund bereitstellen, die uns schon jahrelang v├Âllig selbstlos unterst├╝tzen.

Nun, so sind wir also in dieses Projekt gestartet und wir arbeiten sehr hart daran. Wenn alles fertig ist, werden wir beweisen, dass auch wir wissen, wie man "aus Schei├če einen Kuchen backen kann", wie man in Bosnien-Herzegowina sagen w├╝rde.

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