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Freitag7August2020
Ein Osterfest mit Bananen und Bohnen
Montag, 31. M├Ąrz 2008 Geschrieben von fra Ivica Peri─ç

frohe osternOstern, der bedeutendste christliche Feiertag, wird in der Gemeinde Kivumu bescheiden gefeiert. Armut macht es den Gemeindeangeh├Ârigen definitiv unm├Âglich, diesen Feiertag so zu gestalten, dass er sich optisch von den ├╝blichen Tagen unterscheidet, auch wenn sie das nur allzu sehr aus ihrem Innern w├╝nschen. Im Nachbarstaat Uganda ist es beispielsweile Brauch, an Ostern und Weihnachten unbedingt neue Klamotten, Schuhe, usw. zu kaufen. Es gibt kaum Tische in Ruanda, auf denen an diesen beiden Tagen keine k├Âstlichen Fleischgerichte stehen, im Gegensatz zu Ruanda. In der Gemeinde Kivumu kann sich so etwas kaum eine Familie leisten. Wie soll das auch m├Âglich sein, wenn der Tageslohn f├╝r Feldarbeit weniger als einen Euro betr├Ągt? Derjenige, der einen Arbeitsplatz im Feld bekommt, kann sich sogar gl├╝cklich sch├Ątzen, dass er ├╝berhaupt die Chance hat wenigstens etwas zu arbeiten und sich sein Brot verdienen kann.

Da das Bemalen von Eiern hier nicht Brauch ist, haben die Gemeindeangeh├Ârigen vor ihren H├Ąusern jeweils einen abges├Ągten Bananenbaumstamm platziert, damit Ostern optisch anders als alle andere Tage aussieht und weil das ein Zeichen daf├╝r ist, dass man in diesen H├Ąusern Ostern feiert. Die Familie kommt zusammen und das Festmahl besteht aus den Zutaten, die in diesem Moment in den G├Ąrten verf├╝gbar sind. Das w├Ąren unter Anderem: S├╝├čkartoffeln, Bohnen, kohl und Bananen, die gekocht werden, w├Ąhrend Brot als S├╝├čigkeit gilt.

 
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