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Samstag30Mai2020
Lockere Stimmung bei der Arbeit
Montag, 11. April 2011 Geschrieben von fra Ivica Peri─ç
Lockere Stimmung bei der Arbeit Lockere Stimmung bei der Arbeit Lockere Stimmung bei der Arbeit Lockere Stimmung bei der Arbeit Lockere Stimmung bei der Arbeit Lockere Stimmung bei der Arbeit Lockere Stimmung bei der Arbeit Lockere Stimmung bei der Arbeit Lockere Stimmung bei der Arbeit Lockere Stimmung bei der Arbeit

Ein Gewitter, gefolgt von einem solchen Hagel, den Ruanda seit langem schon nicht mehr erlebt hat, fegte vor ein paar Wochen ├╝ber Kivumu hinweg und zerst├Ârte die kompletten Ernten, Gem├╝se und Obst. Aber wir lie├čen die Hoffnung nicht verzagen. Es ist wahr, es ist ein extrem gro├čer Schaden entstanden und vielen Menschen hier wurde das Bisschen, das sie hatten auch zerst├Ârt, aber das gibt uns Ansporn, noch mehr zu arbeiten, als wir bis jetzt gearbeitet haben.

Ich habe viel dar├╝ber nachgedacht, was nun zu tun ist, wo wir alles verloren haben, wie wir es bewerkstelligen k├Ânnen, dass unsere Sch├╝ler genug Obst und Gem├╝se auf den Mittagstisch bekommen. Denn der Hagel hat sich alles unter den Nagel gerissen.

Gl├╝cklicherweise haben wir noch Reserven gebunkert, die bis zur n├Ąchsten Erntesaison reichen. Aber nun m├╝ssen wir uns sputen und den Kindern Mahlzeiten sichern und zusehen, dass wir mehr Reserven gewinnen k├Ânnen, damit wir f├╝r solche "rabenschwarze Tage" gewappnet sind.

Und dann kam mir die Idee! Das Grundst├╝ck, auf dem geplant ist, die neue Mittelschule zu errichten, hat noch keine Baugenehmigung. Bis wir die n├Âtigen Papiere bekommen, habe ich beschlossen, dass wir das Grundst├╝ck in einen Garten umwandeln! So wird das Grundst├╝ck w├Ąhrend dieser Zeit nicht ungenutzt und es wird seinen Zweck haben, bis wir mit den Bauarbeiten f├╝r unsere Mittelschule anfangen.

Das Grundst├╝ck ist gro├č, sogar 3 Hektar und auf ihm werden so viele Obst- und Gem├╝sesorten angebaut werden, damit niemand im Dorf hungern muss. F├╝r die Saat haben wir jedoch Hilfe ben├Âtigt. Man musste das ganze Feld umgraben, bes├Ąen und dann regelm├Ą├čig das ungew├Âhnlich gro├če Feld pflegen. Hilfe habe ich in unserer Schule gesucht - und gefunden! Ich versammelte alle Lehrer und Sch├╝ler zusammen und sprach zu ihnen: "Hier habt ihr euer Feld, auf geht's an die Arbeit! K├╝mmert euch um die Saat und ihr werdet reichlich gen├╝ssliche Mahlzeiten in der Schule haben".

Diese Anordnung haben sie mit einem L├Ącheln im Gesicht aufgefasst. Die erste gro├če Arbeitswelle fand am letzten Samstag statt, weil wir nicht wollte, dass wir das an den Schultagen machen, da die Kinder den Unterricht folgen m├╝ssen. Wir haben diese landwirtschaflichen Arbeiten wirklich sehr genossen. An allen Ecken und Enden wurde gehackt. Das gesamte Feld wurde schlie├člich umgegraben und ges├Ąt wurde Cassava, Bohnen, M├Âhren, Paprika, Erdn├╝sse. Ach, alles, was unsere Kinder tagt├Ąglich f├╝r eine gesunde Ern├Ąhrung ben├Âtigen.

Das war ein unvergessliches Gem├Ąlde. Alle haben sich uneigenn├╝tzig ins Arbeiten gest├╝rzt. Und niemandem fiel irgendetwas schwer! Ganz im Gegenteil, diese gro├če Arbeitsaktion haben wir mit einer positiven Gem├╝tsstimmung ausgef├╝hrt, wir haben sogar Lieder gesungen und gelacht! Denn jeder von uns hat auch allen Grund dazu - Dank dieser Aktion hier werden sie in zwei Monaten ihren Cassava, in einandhalb Monaten ihre Bohnen auf den Tisch bekommen und ihre Erdnusscreme in zwei Monaten.

 
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